
Missverständnisse - Hilft Telemedizin gegen Ärztemangel?
Die Frage, ob Telemedizin gegen Ärztemangel helfen kann, wird zurzeit verstärkt diskutiert. Manchmal, wie gerade zum Deutschen Ärztetag, mit Botschaften, die noch nicht einem gemeinsamen Verständnis der Sache entspringen.
Etwas irritierend war es schon. Telemedizin sei keine Lösung für den zunehmenden Ärztemangel in Deutschland, war eine der Botschaften vom 113. Deutschen Ärztetag, die über die Ticker ging und auch auf unserer Webseite ihren Niederschlag fand. Irritierend deshalb, weil ein Großteil der Telemedizinexperten hier sicherlich widersprechen würde. Denn die Möglichkeiten, in den betroffenen, ländlichen Gebieten die Folgen des Ärztemangels zumindest teilweise durch Telemedizin abzumildern, werden in der Fachwelt zunehmend positiv diskutiert.
Noch wenige Tage vor dem Ärztetag hatte Eckhard Nagel, Direktor des Instituts für Medizinmanagement an der Uni Bayreuth und Mitglied des Deutschen Ethikrats, in einem Interview zum Thema Ärztemangel gesagt: „Eine Lösung ist die Telemedizin, bei der Ärzte per Datenübertragung Kontakt mit Patienten und Kollegen halten.“ In einigen Fällen könne die Telemedizin, fährt Nagel fort, Strukturprobleme lösen und Effizienzreserven heben, weil Ärzte eine größere Region abdecken und mehr Patienten betreuen können. Deutlicher als hier, aus dem Munde eines anerkannten und jeglicher Interessensgelenktheit unverdächtigen Experten, kann das positive Potenzial der Telemedizin sicherlich kaum unterstrichen werden. Warum dann diese Botschaft vom Ärztetag?
Aus den Unternehmen
Kieferchirurg Christian Hilscher führt eine digitale Praxis. Hier gibt es keine Karteikarten mehr....
Der Theologe Arne Manzeschke plädiert für eine intensive Beschäftigung mit den Vor- und Nachteilen...
Laut Gesetz sei es verboten, Patienten nur über denComputer ärztlich zu beraten, machte Johannes...
Nachrichten für den CIO
-
RSS-Feed
E-HEALTH-COM News








