Kolumnen

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Hans Peter Bröckerhoff
Hans Peter Bröckerhoff

Herausgeber von E-HEALTH-COM



11.07.11

Ja, die Zeit war reif! - 5 Jahre E-HEALTH-COM

Unser Magazin verstand sich von Anfang an als Kommunikationsplattform der eHealth-Community. Dafür schien die Zeit vor fünf Jahren reif – und auch dafür, neben Informatio­nen, Hintergründen und Meinungen zu aktuellen eHealth-Themen auch ab und zu einen (kritischen) Blick auf die Community selbst zu werfen.



Die Zeit ist reif“ – so hieß die erste Überschrift an dieser Stelle. Wir hatten die Vorbereitungsphase hinter uns. Die erste Ausgabe war erschienen, und in der Kolumne des Herausgebers wurde das Konzept vorgestellt. „E-HEALTH-COM, das neue Fachmagazin für die eHealth-Community, versteht sich als Plattform für inhaltlich fundierte und sektorübergreifende Information und Kommunikation.“

 

Das war der zentrale Satz der Kolumne, und er benannte zugleich den Kern unseres Selbstverständnisses. Wir meinten damals, dass es für eine solche Kommunikationsplattform einen Bedarf gebe, und die Überschrift sollte dies signalisieren. Wahrscheinlich war sie aber auch eine Art Selbstbekräftigung, um uns Mut zuzusprechen. Denn es war gar nicht so sicher, dass diese neue Zeitschrift tatsächlich erfolgreich sein würde. Schließlich war die Zielgruppe äußerst heterogen, die Branche jung und das redaktionell-journalistische Konzept aufwendig und unerprobt.

 

Mittlerweile sind fünf Jahre ins Land gegangen. Das Konzept funktioniert offensichtlich; darauf deuten die immer noch erstaunlich zahlreichen Leserreaktionen hin. In E-HEALTH-COM-Ausgaben findet Information und Kommunikation für die wachsende eHealth-Community ganz konkret statt – wie im Konzept vorgesehen durch die journalistische Aufarbeitung von  Themen, Ereignissen und Meinungen und durch kompetente und oft auch meinungsbetonte Beiträge von Autoren aus der Community. 

 

Hier an dieser Stelle, in der Kolumne des Herausgebers, wird die Kommunikation in der Community oft auch selbst zum Thema. Es wird sozusagen die Metaebene der eHealth-Kommunikation berührt, auf der es nicht um Sachthemen, sondern um die Community selbst geht. Ein Beispiel dafür ist  die Diskussion um die wachsende Zahl (manche sprechen sogar von einer Inflation) von eHealth-Veranstaltungen mit der Frage, ob es nicht durch die Konzentration auf größere und gemeinsame Veranstaltungen zu mehr Austausch, Verständigung und Erkenntnisgewinn kommen würde. Ein Thema, das wieder hochaktuell ist angesichts der Nachricht, dass die deutsche Telemedizin-Szene in diesem Jahr wieder zwei getrennte Veranstaltungen durchführen wird statt wie im letzten Jahr eine gemeinsame.

 

Dass solche Themen vornehmlich hier in der Herausgeberkolumne behandelt werden, erklärt sich zum Teil sicherlich daraus, dass der Autor als Journalist und Kommunikations-experte besonders gerne über „seine“ Materie schreibt. Aber es erklärt sich vor allem auch daher, dass in einer noch jungen, sich entwickelnden und vor allem sehr heterogenen Community die Kommunikation untereinander nicht immer so reibungslos und optimal läuft, wie man es sich wünschen würde. Es gibt also einen Bedarf für einen gelegentlichen Ausflug auf die Metaebene. Und es bietet sich an, dass dieser Ausflug, der oft auch zu durchaus kritischen Fragen und Bemerkungen führt, von einem neutralen, journalistischen Beobachter gemacht wird.

 

Die Rückmeldungen auf solche Kolumnen sind ermutigend. Viele Leser begrüßen, dass diese Themen angesprochen und kritisch hinterfragt werden. Offensichtlich war die Zeit auch reif für einen Blick auf die Entwicklung der Community selbst. Deshalb wird hier auch in Zukunft der eine oder andere Ausflug auf die Metaebene gemacht werden. Anlässe und Themen dafür wird es sicher immer wieder geben.

 

Die Community braucht Information und Meinungsaustausch zu den vielfältigen Themen einer wachsenden eHealth-Welt und ab und zu eben auch einen kritischen Blick auf sich selbst. Beides zu bieten gehört zu den Aufgaben einer Kommunikationsplattform, wie sie E-HEALTH-COM sein will. Heute können wir sagen: Ja, die Zeit war reif. Und wir sagen das nicht mehr, um uns selbst Mut zuzusprechen, sondern weil die ersten fünf Jahre unserer Arbeit es einfach bestätigt haben.









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