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Uni Freiburg: Millionenförderung für Projekt des instituts für Medininformatik

09.03.12 · 

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Statistische Verfahren spielen in der Medizin eine bedeutende Rolle, denn sie sind die Grundlage für die Planung und Auswertung medizinischer Untersuchungen. Mit Hilfe statistischer Methoden können Wissenschaftler Risikofaktoren für bestimmte Krankheiten ermitteln oder Aussagen zur Wirkung von Arzneimitteln treffen. Die biostatistischen Methoden helfen den Medizinern Diagnosen zu stellen, Prognosen zu treffen und über individuelle Therapien zu entscheiden. Durch neue medizinische Techniken ist es den Forschern möglich, immer größere Datenmengen zu erhalten. Um sie zu analysieren, ist die Entwicklung neuer biostatistischer Verfahren notwendig. Dazu hat das Institut für Medizinische Biometrie und Medizinische Informatik ein europaweites Projekt ins Leben gerufen. Nachwuchsforscher erlernen darin die Grundlagen der statistischen Methoden und arbeiten an deren Weiterentwicklung.

Seit dem 1. Januar 2012 koordiniert Professor Martin Schumacher, Leiter des Instituts für Medizinische Biometrie und Medizinische Informatik (IMBI), das europäische Netzwerkprojekt „Novel Statistical Methodology for Diagnostic/Prognostic and Therapeutic Studies and Systematic Reviews“ (MEDIASRES). Dieses so genannte „Marie Curie Initial Training Network“ wird von der Europäischen Kommission mit insgesamt knapp vier Millionen Euro für vier Jahre unterstützt. Etwa eine Millionen gehen davon an das IMBI. Es handelt sich dabei um eine europäische Elite-Förderung, bei der sich das vom IMBI koordinierte MEDIASRES-Netzwerk in einem anspruchsvollen Wettbewerb durchsetzen konnte.

Das Hauptziel des MEDIASRES-Projekts ist es, ein gemeinsames Forschungs-Trainings-Programm mit einem interdisziplinären und sektorenübergreifenden europäischen Netzwerks aufzubauen. Es bietet den Doktoranden eine Plattform, um die grundlegenden theoretischen und angewandten Instrumente der Biostatistik zu erlernen, weiter zu entwickeln und in die klinische Forschung und Praxis zu übertragen. Die Nachwuchsforscher werden nach einem individuell betreuten und umfassenden Programm geschult. Dabei profitieren sie von dem europaweiten Netzwerk führender Experten auf dem Gebiet der Biostatistik und den jeweiligen medizinischen Fachgebieten.

Die Netzwerkpartner wählen momentan 14 Doktoranden für unterschiedliche Projekte in den sieben Partner-Instituten in Deutschland, Holland, England, Schweiz, Dänemark, Norwegen und Spanien und Forschungsabteilungen von drei pharmazeutischen Unternehmen in Dänemark, England und der Schweiz aus.


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