01.04.10

Telemedizin: Wasserkocher berichtet über Gesundheitszustand


Ist der Wasserkocher im Einsatz, ist die Oma wohlauf


Ein Wasserkocher, der über den Gesundheitszustand der Großmutter rapportiert? Das ist kein Aprilscherz, sondern eine neue Entwicklung aus Japan.

Für den durchschnittlichen Japaner ist der Wasserkocher ein Alltagsgegenstand. Die Firma Mimamori hat jetzt ein Gerät entwickelt, das aus dem Alltagsgegenstand ein telemedizinisches Device macht. Der „ipot“ sendet via Mobilfunknetz regelmäßig Daten über seinen Gebrauch an einen Server. Von diesem gehen dann standardisierte Nachrichten an bis zu drei Empfänger. „Der ipot wurde um neun Uhr benutzt. “ „Der ipot wurde heute noch nicht benutzt.“

Die Idee dahinter: Der berufstätige Städter, hat in der Regel keine Zeit, seine Eltern täglich auf dem Land zu besuchen oder sie anzurufen. Stattdessen kann er ihnen jetzt einen ipot schenken, der zweimal täglich per Mail über seinen Einsatz berichtet. Hat die Großmutter den Wasserkocher morgens nicht wie üblich benutzt, geht eine entsprechende Meldung heraus und der Verwandte fragt zu Hause nach. Wird der Kocher wie üblich verwendet, ist die Oma wohlauf. 

Ob sich der Wasserkocher mit integriertem Handy durchsetzt ist offen. Einige Lücken weißt das Konzept in jedem Fall auf: Was ist, wenn die Großmutter ihren alten dem neuen Wasserkocher vorzieht oder einfach nur mal keine Lust auf den morgendlichen Tee hatte? Zumindest bekommt sie dann mal wieder einen Anruf.  




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