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Sachsen-Anhalt: Mit Telemedizin und Herzinfarktregister gegen hohe Herzinfarktsterblichkeit

16.01.13 · 

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Die Sterblichkeit bei Herzinfarkten ist in Sachsen-Anhalt bundesweit am höchsten. So kommen laut aktuellem Deutschen Herzbericht hier 111 Todesfälle auf 100.000 Einwohner. Das sind mehr als doppelt so viele wie in Hamburg (53). Insgesamt liegt die Herzinfarktsterblichkeit in Sachsen-Anhalt 43 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Nun will Sachsen-Anhalt mit vereinten Kräften gegen die hohe Sterblichkeitsrate bei Herzerkrankungen vorgehen. Auf Initiative von Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff sind heute in der Staatskanzlei Vertreter der Landesregierung, der Medizinischen Fakultäten der Universitäten, der Krankenkassen und der Ärztevertretungen zusammengekommen. Denn die Sterblichkeit bei Herzinfarkten ist in Sachsen-Anhalt bundesweit am höchsten.

 

Für den Ministerpräsidenten steht fest: „Es darf nicht sein, dass die Sterblichkeit bei Herzerkrankungen in Sachsen-Anhalt weiter unverhältnismäßig hoch ist. Dagegen müssen wir im Interesse aller Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter endlich etwas unternehmen. Alle müssen an einem Strang ziehen. Deshalb habe ich alle Beteiligten zu einem Gespräch über geeignete Gegenmaßnahmen eingeladen. Ursachenforschung und die Schaffung einer geeigneten Datenbasis sind ebenso unerlässlich wie verbesserte und schnellere Diagnosemöglichkeiten. Aber natürlich müssen wir auch zu einer gesunden Lebensweise motivieren.“

 

Ein wichtiger Baustein in der Bekämpfung der Herzinfarktsterblichkeit soll der Aufbau eines Herzinfarktregisters sein. Ziel ist es, eine bevölkerungsbezogene Herzinfarktregistrierung zu etablieren. An dem Projekt sind die Medizinischen Fakultäten der Universitäten Magdeburg und Halle beteiligt. Das Land gewährt eine Anschubfinanzierung von rund 150.000 €. Das Projekt soll in Zukunft durch Dritte unterstützt werden.

 

Darüber hinaus soll die Nutzung von Telematik in der Notfallversorgung eine schnelle und bedarfsgerechte Versorgung von Herzinfarktpatienten unterstützen. Je eher ein Herzinfarkt erkannt wird und der betroffene Patient in einer Klinik behandelt werden kann, desto besser sind die Überlebenschancen. Deshalb unterstützt das Land die Projekte „Herz/Net-optimierte Behandlung“ und „Herz/Net-LSA Postinfarktpatienten“ mit jeweils 80.000 Euro, die unter der Leitung der Kardiologie des Universitätsklinikums Magdeburg in diesem Jahr umgesetzt werden sollen. Die Projekte sollen dazu beitragen, eine telemedizinische Infrastruktur aufzubauen und eine optimierte Patientenversorgung im Sinne der Verringerung der Herzinfarktsterblichkeit zu erreichen.


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