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Projekt TeleKooperation: Traumatologen vernetzen sich bundesweit

28.02.12 · 

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Im Rahmen der TraumaNetzwerke der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) wird jetzt mit viel Elan eine bundesweite elektronische Vernetzung vorangetrieben. Ziel ist, die derzeit 800 Kliniken, die in Deutschland eine Schwerverletztenversorgung anbieten, über eine TeleKooperationsinfrastruktur sowohl regionale als auch überregional zu vernetzen.

 

Zusammen mit der Deutschen Röntgen-Gesellschaft (DRG) hat die DGU das Projekt TeleKooperation TNW® jetzt in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt. Nachdem die Unternehmen CHILI und pegagus im vergangenen Jahr den Zuschlag erhalten hatten, wurde die Vernetzung in den letzten Monaten in den zwei Pilotregionen Saar-Lor-Lux-Westpfalz und Schleswig-Holstein getestet. Derzeit seien 15 Krankenhäuser im Echtbetrieb, betonte Professor Johannes Sturm von der Akademie für Unfallchirurgie (AUC) der DGU, die das Netz in Auftrag gegeben hat und betreibt.

 

Technisch arbeitet TNW® mit einem zentralen Rechenzentrum. Dabei kommen Kompressionstechniken zum Einsatz, die unter anderem auf Standards wie der DICOM-E-Mail basieren, die von DRG mit entwickelt wurden. Zu den Features der Plattform zählt nicht nur die klassische Store-and-Forward-Teleradiologie, sondern auch eine Videokonferenz.

 

Sturm betonte, dass es sich bei dem Projekt um ein privat finanziertes Projekt der Fachgesellschaften handele, für das keine öffentlichen Fördergelder in Anspruch genommen wurden. Dafür sei ein sechsstelliger Betrag investiert worden. Die Hoffnung ist, dass sich das über Jahresbeiträge der angebundenen Kliniken, die zwischen 1200 und 7000 Euro liegen, refinanziert.

 

Seitens der DRG betonte DRG-Präsident Professor Michael Forsting, dass die jetzt im Aufbau befindliche Infrastruktur im Prinzip auch von anderen Fachdisziplinen für Telekonsultationen und TeleKooperationsszenarien genutzt werden könne. Einige der bereits jetzt angebundenen Kliniken tun das offenbar schon.

 

Hinsichtlich des Datenschutzes arbeite man mit den Datenschutzbeauftragten der Länder eng zusammen, betonte PD Dr. Gerald Weisser von der AG Informationstechnologie der DRG. Die Anforderungen seien dabei teilweise unterschiedlich. Über das Sicherheitsniveau von im Markt befindlichen Teleradiologielösungen gehe man insofern hinaus als ein personifizierter Zugang umgesetzt wurde, der außer Nutzername/Kennwort auch noch die Eingabe einer für jede Sitzung neu erzeugten TAN erfordert. Die Daten werden mittels End-zu-End-Verschlüsselung übertragen. Eine langfristige Datenspeicherung gibt es nicht.


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