31.08.10

Praxissoftware: KBV fordert einheitliche Standards zur Sicherung der Patientendaten



Eine Verbesserung des Datenschutzes und der Datensicherheit hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) bei einem Treffen mit Anbietern von Praxisverwaltungssoftware (PVS) als Ziele genannt. Dazu sowie für eine funktionierende sichere Kommunikation von Ärzten, Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen), Krankenhäusern und Krankenkassen seien einheitliche Standards zwingend erforderlich, sagte KBV-Vorstand Dr. Carl-Heinz Müller. Auf der Veranstaltung war auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik vertreten. 

 

Ab dem ersten Quartal 2011 ist für KV-Mitglieder die Online-Abrechnung Pflicht. „Viele Vertragsärzte sind extrem skeptisch bezüglich der Online-Übertragung sensibler Patientendaten. Deren Schutz ist sowohl online als auch offline von zentraler Bedeutung“, sagte Müller. Die KBV hat deshalb gemeinsam mit den KVen eine Initiative gestartet, die den Mitgliedern verschiedene Möglichkeiten der Anbindung und sicheren Kommunikation untereinander und mit ihrer KV aufzeigen soll.

 

Statistiken der regionalen Projektbüros zeigen, dass im Juli dieses Jahres 61.306 Ärzte online aktiv waren, davon 13.466 im KV-SafeNet, deren Einrichtung viele KVen zusätzlich finanziell fördern. Auch die gemeinsame Kampagne mit der KfW Bankengruppe zur Investitionsförderung in Arztpraxen soll Vertragsärzten und -psychotherapeuten helfen, beispielsweise eine moderne EDV vorzuhalten.




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