23.02.10

Österreich: Großprojekt für Ambient Assisted Living geht an den Start



Im Rahmen des Betreubaren Wohnens im Linzer Stadtteil Pichling werden 25 Wohneinheiten mit assistiven Technologien und Services ausgestattet und Mitte des Jahres den BewohnerInnen übergeben. Damit startet eines der größten Projekte für Ambient Assisted Living (AAL) in Österreich.



Aufgrund des demographischen Wandels stellte sich die Projektgruppe der Stadt Linz die Frage, wie kann in Zukunft die Lebensqualität im Alter sichergestellt werden und was bringt Menschen dazu, die vertraute Umgebung freiwillig oder unfreiwillig zu verlassen. Vor circa zehn Jahren forcierte die Politik den Ausbau der mobilen Dienste. In weiterer Folge sollen nun Eigenheime mithilfe unterstützender Technologien soweit aufgerüstet werden, dass man deutlich länger in den eigenen vier Wänden wohnen kann und in der vertrauten Umgebung bleibt. 

 

Dabei stehen auch Sicherheitsaspekte im Fokus: So wird es in den neuen Wohnungen einen zentralen Ein-Aus-Schalter geben, der beim Verlassen der Wohnung automatisch alle kritischen Stromkreise und den Wasserzufluss abdreht. Ein Nachtlicht sorgt dafür, dass der Weg bis ins Badezimmer ausgeleuchtet wird. Bewegungsmelder lösen den Einbruchsschutz aus und erlauben eine selbständige Alarmierung von Nachbarn, Angehörigen oder der Rettungsleitstelle im Falle von kritischen Lebenslagen aufgrund von Inaktivität. Eine Herdplattenkontrolle, die Rufhilfe und Brandmelder runden das Sicherheitspaket ab.     Die wissenschaftliche Begleitung des Projektes erfolgt durch das Institut für Altersökonomie/Wirtschaftsuniversität Wien und das Institut für Marketing und Strategieberatung – Innsbruck, die nach einem Beobachtungsjahr Aufschluss darüber geben, welche sozialpolitischen Effekte erreicht wurden und wie eine für die breite Masse geeignete sozialverträgliche Lösung aussehen kann. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie durch das FFG Programm benefit gefördert.




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