KV-Portale: Jede fünfte Arztpraxis benutzt Online-Abrechnung
Rund 22.000 Arztpraxen übermitteln ihre Abrechnung bereits elektronisch an ihre Kassenärztliche Vereinigung (KV), so neueste Zahlen, die die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) in einer Erklärung gerade veröffentlichte. Damit nutzt bislang fast jeder fünfte ambulant tätige Arzt und Psychotherapeut die Vorteile der Online-Abrechnung. Ab dem 1. Quartal 2011 wird das für alle Pflicht. Die Abrechnung für erbrachte Leistungen soll dann elektronisch an die jeweilige KV übermittelt werden. „Dies spart vor allem Zeit und Kosten“, betont der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Carl-Heinz Müller.
Dazu stehen den Ärzten und Psychotherapeuten verschiedene System wie das KV-SafeNet der KBV oder spezielle Programme einzelner KVen wie beispielsweise das KV-Ident-Verfahren der KV Bayerns zur Verfügung. „Nach der Anbindung können Ärzte und Psychotherapeuten nicht nur online abrechnen, sondern auch von allen anderen Online-Angeboten, etwa der Online-Kommunikation, profitieren. Dies erleichtert ihnen den Praxisalltag“, erläutert Müller.
Ab Januar zählt zum Beispiel der E-Mail-Dienst zu diesen Mehrwertdiensten. Mit ihm können Arztbriefe innerhalb der Praxissysteme verschickt und gespeichert werden. Außerdem können Ärzte Patienteninformationen, zum Beispiel des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ), direkt online abrufen. „Die Online-Anbindung macht das Praxis- und Patientenmanagement einfacher und baut deutlich Bürokratie ab“, erklärt Müller.
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