eHealth: Metropolregion Rhein-Neckar ist Gewinner des BMBF-Wettbewerbs 2010
Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), prämierte heute auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit in Berlin die Gewinner der zweiten Runde des Wettbewerbs "Gesundheitsregionen der Zukunft". Einer der Sieger ist die "Metropolregion Rhein-Neckar" (Mannheim), die mit einem eHealth-Projekt überzeugen konnte. Weitere Gewinner des Wettbewerbs sind die Regionen Hamburg und Greifswald .
Alle drei Projekte werden in den kommenden vier Jahren mit jeweils rund 7,5 Millionen Euro gefördert. Dazu kommt derselbe Betrag von Partnern aus den drei Regionen. "Wir brauchen eine Gesundheitsforschung, die so schnell wie möglich den Patienten zugutekommt", betonte Schütte bei der Siegerehrung. "Die Gesundheitsregionen zeigen, wie das individuelle Potenzial von Verantwortlichen aus der medizinischen Forschung, Entwicklung und Gesundheitsversorgung mobilisiert werden kann."
Ziel der Metropolregion Rhein-Neckar (Mannheim) ist die bessere Versorgung chronisch kranker Patienten. Durch moderne Informationstechnologien sollen Versorgungsstrukturen aufgebaut werden, die sich an dem Bedarf chronisch kranker Patienten orientieren. Hierfür wird unter anderem eine elektronische Patientenakte entwickelt. Desweiteren wird ein Konzept entwickelt für ein technik-unterstütztes Arzneimitteltherapiesicherheitssystem, das die Qualität der medikamentösen Behandlung von Patienten erhöht. Ein netzbasiertes, softwaregestütztes Case Management mit integriertem Telemonitoring soll das Selbstsorgeverhalten chronisch Kranker verbessern und wird am Beispiel von Patienten mit Diabetes mellitus erprobt. Konzeptbegleitend ist ein kontinuierliches, regionales Gesundheitsmonitoring geplant.
Das BMBF zeichnete bereits im vergangenen Jahr mit den Regionen Neckar-Alb/Stuttgart und Nordbrandenburg zwei herausragende Gesundheitsregionen mit eHealth-Projekten aus. Um das breit gefächerte Spektrum der innovativen Konzepte möglichst vieler Gesundheitsregionen zu analysieren, initiiert das BMBF nun eine wissenschaftliche Begleitforschung für die Arbeit der Regionen. Anschließend sollen Erkenntnisse und Empfehlungen zur Verfügung stehen, die auch auf andere Regionen übertragen werden können.
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