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eHealth: Automatische Erstellung einer Elektronischen FallAkte aus eArztbrief

23.02.12 · 

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Der Verein Elektronische FallAkte e. V. und die Fraunhofer-Gesellschaft stellen einen neuen Zugang zur Elektronischen FallAkte (EFA) vor: Sie nutzen den nach HL7-CDA Standard strukturierten eArztbrief, um aus diesem automatisch eine EFA zu erstellen. Mit diesem neuen Ansatz ist eine unkomplizierte Einbindung der EFA in bestehende Praxissysteme möglich. Zur Fachmesse ConhIT wird eine Musterlösung präsentiert.

 

Die Elektronische FallAkte ist ein anerkanntes Konzept für den strukturierten, IT-gestützten Informationsaustausch zwischen Medizinern unterschiedlicher Einrichtungen. Um die Anbindung der EFA an bestehende IT-Systeme im Gesundheitswesen so leicht wie möglich zu gestalten, haben der Verein Elektronische FallAkte e. V. und Fraunhofer schon 2011 das Konzept »EFA-in-a-Box« vorgestellt. Dieses Integrationskonzept definiert Schnittstellen für den Anschluss von EFA-Klienten (z. B. PVS-Systemen) und deren Integration in Klinik-IT-Infrastrukturen, so dass sich auf dieser Basis Provider-Modelle für die Elektronische FallAkte aufbauen lassen.

 

»Eine Herausforderung blieb bisher der Anschluss von Praxisverwaltungssystemen (PVS) in die EFA-Infrastruktur, wenn diese keine offenen Schnittstellen anbieten«, sagt Volker Lowitsch, Vorsitzender des Vereins Elektronische FallAkte e. V. Hier bietet das Konzept »EFA-in-a-Box« jetzt einen neuen Ansatz: Verfügt das PVS-System über die Möglichkeit, strukturierte Arztbriefe gemäß des Standards HL7-CDA zu erstellen, wie dies etwa im VHITG-Arztbrief der Fall ist, so lässt sich dieser über einen entsprechenden EFA-Stecker an den EFA-Provider weiterleiten und dort in eine FallAkte einstellen.

 

»Existiert noch gar keine FallAkte, kann diese aus dem Arztbrief heraus für den Behandlungsfall angelegt werden«, ergänzt Dr. Wolfgang Deiters von der Fraunhofer-Gesellschaft, die mit der Entwicklung der Elektronischen FallAkte beauftragt ist. »Die entsprechenden Steuerinformationen lassen sich automatisch aus dem strukturierten Arztbrief (CDA-Dokument) ableiten, der Arzt muss also keine zusätzlichen Eingaben machen, um seinen Arztbrief zum Bestandteil einer EFA zu machen.«

 

»Der Arztbrief ist, zumindest im ambulanten Bereich, das wichtigste ärztliche Kommunikationsmittel, sobald mehrere Ärzte und Einrichtungen in einen Behandlungsprozess eingebunden sind«, so Lowitsch. »Mit dem jetzt verfügbaren Verfahren kommen wir unserem Ziel einen großen Schritt näher: Kommunikation zwischen Ärzten und Einrichtungen im Interesse einer bestmöglichen Behandlung der Patienten effizient zu unterstützen. Wir nutzen dazu alle Möglichkeiten, die die moderne IT uns bietet. EFA soll die Arbeit der Ärzte erleichtern und sich reibungslos in notwendige Abläufe einfügen – nach Möglichkeit ohne zusätzlichen Aufwand, aber mit zusätzlichem Nutzen.«

 

Derzeit laufen die letzten Arbeiten zur Fertigstellung der EFA-Box. Ende April 2012 werden die Fraunhofer-Entwickler eine funktionsfähige Musterlösung auf der Fachmesse ConhIT präsentieren.


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