eGK: Die Private Krankenversicherung (PKV) ist beim Roll-Out nicht dabei
Der Direktor des Verbandes der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV), Volker Leienbach, erklärt jetzt seinen Ausstieg aus dem Basis-Rollout der eGK. "Solange keine Investitionssicherheit gegeben ist, werden wir uns weder an den Kosten zum Aufbau der Infrastruktur für den geplanten Basis-Rollout der Karte beteiligen, noch weitere Gesundheitskarten im Zuge von Testmaßnahmen herausgeben. Auch alle noch laufenden Tests werden vorläufig unterbrochen", so Laienbach. Da der PKV-Verband aber nach wie vor auf eine konstruktive Lösung hofft, bleibt er Gesellschafter der gematik.
Die private Krankenversicherung habe die Bemühungen zur Einführung einer elektronischen Gesundheitskarte von Anfang an unterstützt, heißt es in einer Pressemitteilung. Um von den Vorteilen der Karte zu profitieren, müsse sie aber auch genutzt werden. Anders als bei gesetzlich Versicherten sind Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Kliniken bislang nicht verpflichtet, die Karte von Privatpatienten anzunehmen und zu verwenden. Damit hängt der Erfolg der Karte einzig vom guten Willen der Leistungserbringer ab.
Dieser Zustand ist laut Laienbach nicht hinnehmbar. Es müsse auch für Privatversicherte eine verpflichtende Anwendung der Karte durch die Leistungserbringer geben. Ansonsten könne die PKV die auf sie entfallenden Ausgaben für den Aufbau der Infrastruktur nicht verantworten. Diese belaufen sich nach derzeitigen Schätzungen auf bis zu 360 Millionen Euro und müssten letztlich aus den Beiträgen der Versicherten aufgebracht werden.
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