eGesundheitskarte: gematik bringt die M-Karte ins Spiel
"Ein ungeschütztes unpersonalisiertes USB-Medium ist entweder ungeeignet oder muss als schlecht geeignet eingestuft werden" – so lautet das klare Fazit der gematik zum USB-Stick als dezentrales Speichermedium für Patientendaten. Die Betreibergesellschaft der Gesundheitskarte hatte von den Gesellschaftern den Auftrag erhalten, technik- und ergebnisoffene Tests von Speichermedien in der Hand von Versicherten als Alternative zu serverbasierter Speicherung durchzuführen. Die Ergebnisse der Studie hat sie jetzt auf ihrer Seite veröffentlicht. Aus der Studie geht hervor, dass der USB-Stick, der insbesondere von Kartenkritikern als Alternative benannt wurden, sich nicht als Alternative eignet. USB-Sticks können verloren gehen, haben eine Halbwertszeit von maximal zehn Jahren und die Verfügbarkeit der Daten ist bei dezentralen Speichermedien nicht gewährleistet. Dennoch verweist die gematik in ihrer Studie auf eine weitere dezentrale Speicherlösung – auf die elektronische Gesundheitskarte selbst. Die eGK der Generation 1 könnte als eGK_M oder eGK_M+ mit zusätzlichem Speicherplatz bis zu 100 Megabyte ausgerüstet und als dezentrales Speichermedium verwendet werden.
Die Vorteile laut gematik: die Ärzte bräuchten keine neuen Lesegeräte, darüber hinaus seien die Kosten deutlich niedriger als bei der Variante USB-Stick. Entscheidend, so die gematik, sei aber, dass die M-Karte im Vergleich zum USB-Stick in die Sicherheit der Telematikinfrastruktur eingebunden wäre. Die Variante, den USB-Stick in Kombination mit eGK bzw. Heilberufsausweis einzusetzen, um die Sicherheitsarchitektur des Telematikprojekts zu nutzen, klassifiziert die Studie als "nicht anwenderfreundlich".
Die Empfehlung der Studie lautet nun, die eGK-M und eGK-M+ weiter zu testen. Nach Einschätzung der gematik könnte das Angebot einer dezentralen Speicherung von Daten die Akzeptanz der eGK erhöhen. Die Entscheidung, ob entsprechende Arbeiten aufgenommen werden, liegt bei den Gesellschaftern.
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