eGesundheitskarte: Einigung über Online-Anbindung
Wie bei der CeBIT in Hannover bekannt wurde, haben sich Ärzte und Kostenträger über das weitere Vorgehen beim Update der Versichertenstammdaten (Online-VSD) geeinigt. Diese Einigung, die schriftlich erfolgte und bei der es vor allem um die von der Bundesärztekammer geforderte Freiwilligkeit der Online-Anbindung der Arztpraxis geht, gilt als wichtige Voraussetzung für die Weiterführung des Projekts elektronische Gesundheitskarte (eGK).
Konkret sieht die Einigung nach Auskunft von BÄK-Telematik-Vorstand Dr. Franz-Josef Bartmann vor, dass die Verbindung zwischen Konnektor und Praxis-EDV fakultativ ist. Ärzte hätten demnach die Option, den Online-VSD über Kartenlesegerät und Konnektor zu vollziehen, ohne dass der Konnektor physisch mit den Rechnern, die die Praxis-EDV tragen, verknüpft wäre. Da die Online-Anbindung der Arztpraxis von eGK-kritischen Ärzten vor allem aus Datenschutzgründen abgelehnt wird, wäre dieses Konstrukt damit tatsächlich eine Möglichkeit, den Online-VSD zwar verpflichtend einzuführen, die Arztpraxis aber nicht zwangsläufig online gehen zu lassen.
Was die praktische Umsetzung angeht, sind freilich noch Fragen offen. Details stehen noch nicht fest. Prima Vista dürfte die physische Trennung von Online-VSD und Praxis-EDV wohl bedeuten, dass jene Ärzte, die sich für diese Variante entscheiden, die eGK entweder zweimal einlesen oder aber das Lesegerät umstöpseln müssten. Denn die Versichertendaten der eGK brauchen sie in ihrer Praxis-EDV auf jeden Fall, sofern sie sie nicht per Hand eingeben möchten.
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