Brandenburg: Gesundheitsministerin Tack setzt auf Telemedizin und Gemeindeschwestern
Brandenburgs Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke) hat gestern in Potsdam Maßnahmen zur Sicherstellung einer gesundheitlichen Versorgung auf hohem Niveau im Flächenland Brandenburg vorgestellt. Dabei setzt sie zur Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung auf Arzt entlastende Strukturen, telemedizinische Verfahren und Maßnahmen zur Gewinnung neuer Ärzte. „Die medizinischen Möglichkeiten, die technische Entwicklung und der Zwang, Antworten auf drängende Versorgungsfragen zu finden, eröffnen auch neue Chancen“, sagte sie.
Tack nannte das Modellprojekt „Gemeindeschwester“, dank dem bereits 21 nicht-ärztliche Praxisassistentinnen in 19 Hausarztpraxen und fünf Landkreisen im Einsatz seien. Die geforderte Weiterbildung der Landesärztekammer erfahre regen Zuspruch und werde noch in diesem Jahr von 31 Teilnehmerinnen erfolgreich abgeschlossen.
Zudem setzt Tack auf die stärkere Nutzung telemedizinischer Möglichkeiten. „Die Verbesserung der hausärztlichen Versorgung durch telemedizinische Verfahren und die stärkere Vernetzung der fachärztlichen Kompetenz zwischen den Krankenhäusern mittels Telemedizin ist ein interessantes Standortargument für Brandenburg“, sagte Tack. Ihr Ministerium prüfe zurzeit gemeinsam mit den Krankenkassen, der Kassenärztlichen Vereinigung, der Landeskrankenhausgesellschaft, den kommunalen Spitzenverbänden, der Landesärztekammer, dem Verband der Medizinischen Versorgungszentren und dem Hausärzteverband, wie telemedizinische Anwendungen zur Unterstützung der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum verstärkt beitragen können.
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