21.11.11

MEDICA und COMPAMED 2011
16.-19.11.2011

MEDICA und COMPAMED: starker internationaler Zuspruch gibt der „MedTech“-Industrie Rückenwind für den Export



„Die Hersteller von Medizintechnik, Medizinprodukten und medizinischer IT haben einmal mehr den Rahmen der MEDICA in Düsseldorf genutzt, um ihre Leistungsstärke eindrucksvoll unter Beweis zu stellen. Die Branchenverbände berichten von einer ausgezeichneten Stimmung unter den Ausstellern und guten Geschäften als Ergebnis eines starken Zuspruchs internationaler und entscheidungsfreudiger Fachbesucher“, resümiert Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, nach vier Tagen Laufzeit (16. – 19.11.2011) das Geschehen der weltgrößten Medizinmesse.


Die 4.571 Aussteller präsentierten in den durchgängig gut gefüllten Hallen den 134.500 Besuchern (2010: 137.087) der MEDICA 2011 und der parallelen Zulieferermesse COMPAMED 2011 (627 Aussteller) die komplette Bandbreite an neuen Produkten, Dienstleistungen und Verfahren zur Steigerung der Effizienz und Qualität in der ambulanten und stationären Patientenversorgung. 



Wichtig für alle exportorientierten Anbieter, gleich aus welchem Land: Die Besucher kamen aus mehr als 100 Nationen. Insgesamt reiste gut jeder zweite Besucher aus dem Ausland zur MEDICA 2011 an, beispielsweise auch, als prominenteste Gäste, EU-Gesundheitskommissar John Dalli (Malta), der britische Handelsminister Lord Green und US-Außenhandelsstaatssekretär Suresh Kumar.

 

Dalli zeigte sich bei einem Rundgang beeindruckt von der Neuheitenvielfalt und der Rolle der MEDICA als zentralem „Dreh- und Angelpunkt“ einer innovationsgetriebenen Wachstumsbranche. Zum „Job-Motor“ erklärte Suresh Kumar die MEDICA und hob hervor, worin ein Unterschied zu Messen anderer Branchen liegt: „In der Luftfahrt- oder der Automobilindustrie werden die Leitmessen einzig von Großkonzernen dominiert. Die MEDICA ist dagegen Geschäftsplattform für tausende von kleinen und mittelständischen Unternehmen. Die hier getätigten Abschlüsse sorgen unmittelbar für neue Jobs.“ 

Neue Verfahren – praktikable Anwendung
Wie innovative Verfahren bereits praktikabel in Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) genutzt werden, unterstrichen exemplarisch für das Gesamt-Angebot der MEDICA-Aussteller die Nominierten und Preisträger des MEDICA Excellence Awards. Der Preis wurde unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr in diesem Jahr erstmalig in vier Kategorien im Rahmen einer Gala-Abendveranstaltung vergeben und würdigt herausragende Projekte, bei denen Anbieter und medizinische Anwender im Sinne eines hohen Behandlungsnutzens erfolgreich miteinander kooperieren.

 

Zum Beispiel arbeiten Philips Healthcare und das Universitätsklinikum Düsseldorf eng zusammen. Für ihr Hybrid-Bildgebungskonzept bei komplexen Eingriffen an den Herzklappen erhielten sie den MEDICA Excellence Award in der Kategorie „erfolgreiche Kooperation“. Die weiteren Gewinner sind: Siemens/ UKE Hamburg (Kategorie: „visionäres Krankenhaus“/ Projekt einer „papierlosen“ Klinik), Raumedic/ Uniklinikum Saarland (Kategorie: „Exzellenz im täglichen Betrieb“/ Entwicklung eines Telemetriesystems zur Messung des Hirndrucks) sowie das Start-up-Unternehmen OD-OS (Kategorie: „Newcomer“/ navigierte Lasertherapie gegen das Makulaödem im Auge). 

„Es gilt, verkrustete Denkweisen aufzubrechen und Medizintechnik nicht einzig auf die Investitionskosten bei ihrer Implementierung zu reduzieren. Der Nutzen muss klar herausgestellt werden“, sieht Horst Giesen, Direktor der MEDICA, den Grundstein gelegt, mit dem MEDICA Excellence Award ein Gütesiegel für die Gesundheitswirtschaft und „MedTech“-Industrie zu etablieren.

Vernetzung für optimale Prozesse – Service für die Anwender
Ein Rundgang durch die Hallen der MEDICA 2011 hat offenbart, dass nicht nur Hersteller und Anwender immer intensiver zusammenarbeiten bei der Produktentwicklung. Im Sinne optimierter Prozesse in der ambulanten und stationären Versorgung wird auch die Vernetzung der Geräte immer stärker vorangetrieben – teils realisiert durch geräteübergreifende Komplettlösungen „aus einer Hand“, teils durch Realisation von Kooperationen zwischen verschiedenen Geräteherstellern. Das gilt insbesondere für die vielen technischen Systeme, die in Operationssälen zum Einsatz kommen.




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