Asklepios-Klinik: Verbesserte Patientensicherheit
Die Asklepios Schlossberg-Klinik Bad König, eine der größten auf neurologische Frührehabilitation spezialisierte Fachkliniken in Deutschland, hat im Rahmen der Ausweitung ihrer Behandlungs- und Pflegekapazitäten eine elektronische Patientenakte (EPA) auf Basis einer Patientendatenmanagement-Software (PDMS) eingeführt. Damit kann die Klinik ihre umfangreichen medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Abläufe und Leistungen auf einer Plattform automatisiert für jeden Patienten erfassen und bündeln, komplett dokumentieren sowie transparent darstellen und aufschlüsseln. Die Lösung basiert auf der QCare-Suite des Anbieters Health Information Management, die Systeme und medizinische Geräte integriert, um online patientenspezifische Daten, wie etwa Vitalparameter, zu ermitteln. Diese lassen sich über eine Anbindung an das Krankenhaus Informationssystem bereitstellen, um klinkweit abrechnungsrelevante Leistungen dokumentieren und weiter verarbeiten zu können. Für die Klinik besteht der Vorteil darin, dass sie damit wesentliche wirtschaftliche, medizinische und technische Ziele erreicht: Erlössicherung, Patientensicherheit und transparente Prozesse.
Als Klinik für neurologische Frührehabilitation mit insgesamt 100 Betten – davon 30 Intensivbetten – muss die Asklepios Schlossberg-Klinik einen extrem hohen Dokumentationsaufwand bewältigen. Das immense Volumen ergibt sich aufgrund der vielen Behandlungs- und Pflegeleistungen, die in der Intensivmedizin zu erbringen sind. Dabei gilt es, die Leistungen der insgesamt 495 Mitarbeiter, darunter 20 Ärzte, 227 examinierte Kranken- und Gesundheitspfleger sowie 64 Therapeuten minutengenau darzustellen. „Dies mit manuellen Mitteln zu erledigen, wäre mittelfristig nicht mehr tragbar gewesen“, erläutert Marius Appel, der das Projekt der Asklepios Schlossberg-Klinik leitet.
Die minutengenaue Erfassung der erbrachten Leistungen ist ein wichtiges Kriterium für den wirtschaftlichen Erfolg. Denn die Intensivmedizin hat pro Patient und Tag 300 Minuten an Therapie nachzuweisen. Um die Anforderungen der medizinischen Dienste erfüllen zu können, müssen alle Leistungen exakt dokumentiert und nachvollziehbar sein. Sofern geleistete Minuten nicht erfasst sind, gelten sie als nicht erbracht. Demgegenüber ist das nachträgliche Erfassen der Daten sehr aufwendig, häufig fehlerhaft und sehr kostenintensiv.
Die Klinik entschloss sich deshalb im Jahr 2010, die QCare-Lösung von Health Information Management einzusetzen, weil diese als einzige auf dem Markt flexibel und anpassungsfähig genug war, um den komplexen interdisziplinären Dokumentationsaustausch in der Klinik abzubilden und zu unterstützen. Hierzu hat das Projektteam das QCare-Modul für Intensiv- und Normalstation erweitert und um die inhaltlichen Anforderungen und Prozesse der Therapieabteilung ergänzt.
Im gesamten Asklepios-Konzern ist damit die erste EPA im vollumfänglichen Betrieb im Einsatz. Ihre Implementierung dauerte dank des Projektmanagements lediglich vier Monate. Dies wird branchenweit als außergewöhnlich schnell angesehen; nicht zuletzt weil die Aufgabe sehr komplex war. Ferner legte die Klinik auch Wert darauf, dass die Lösung einfach bedienbar und herstellerunabhängig ist – also ohne fest an einen KIS (Krankenhausinformationssystem)-Anbieter gebunden zu sein. Im April 2011 wurde das System zunächst im Altbau zum Laufen gebracht, um es nach dem Umzug in den Klinikneubau im September 2011 erneut sicher und reibungslos betreiben zu können.
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