Editorial

Vom Herzen

Redaktion E-HEALTH-COM
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Spannende Entwicklungen gibt es in der eHealth-Welt immer wieder. Zurzeit gibt es so eine spannende Entwicklung im Bereich Telemonitoring bei Herzinsuffizienz. Hier werden zunehmend Implantate wie Herzschrittmacher und interne Defibrillatoren genutzt, um verschiedene Vitalparameter zu messen. Die Qualität der Daten kann damit gegenüber bisherigen Verfahren, insbesondere dem der regelmäßigen Messung des Körpergewichts, teilweise deutlich verbessert werden. Das Titelthema dieser Ausgabe (ab S. 14) beschäftigt sich mit dieser Entwicklung, die sich auch schon in Studienergebnissen niederschlägt.

Hochinteressant ist dieses Thema aber nicht nur wegen der technologischen Innovationen, sondern auch wegen des möglichen Durchbruchs in Richtung Regelversorgung. Unser stets gut informierter Kollege Philipp Grätzel von Grätz schreibt dazu: „In Deutschland wiederum könnte sich, überraschend genug, eine Wende bei der Telemedizinerstattung im GKV-Umfeld andeuten. So gibt es Hinweise, dass der Bewertungsausschuss von Ärzten und Krankenkassen das implantatbasierte Telemonitoring in den EBM aufnehmen könnte.“ Auch wenn hier noch einiges ungeklärt ist, hört sich das doch wirklich spannend an. Aber lesen Sie selbst ...
Innovationen und Trends beschäftigen uns zurzeit noch in ganz anderer Weise. Sie werden im Mittelpunkt eines neuen E-HEALTH-COMPENDIUMS stehen. Die Redaktion arbeitet auf Hochtouren am „Trend-Guide – Gesundheits-IT 2014/2015“, der zur diesjährigen conhIT zum ersten Mal erscheinen wird. 
Seien Sie gespannt!

Noch ein Blick zurück. Das Titelthema der letzten Ausgabe, das Interview mit Dr. Andreas Köhler, damals noch KBV-Chef, war in zweierlei Hinsicht außergewöhnlich. Einmal hatte der Interviewte einige Tage nach dem Gespräch einen Herzinfarkt, von dem er sich – das wünschen wir ihm auch von dieser Stelle nochmals – weiterhin gut erholen möge. Zum anderen hat das Interview so viele, positive Rückmeldungen erzeugt wie selten Beiträge im Heft. Es waren die klaren Worte von einem Spitzenvertreter der Ärzteschaft, die verblüfften und erfreuten. Wir hoffen, dass auch weiterhin solch klare und konstruktive Worte vonseiten der niedergelassenen Ärzte zu hören sind, und werden immer wieder nachfragen.

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